Pelagisches Angeln am Bielersee – Jagen im Freiwasser
- Marc guggisberg
- 20. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Aug. 2025
Der Bielersee, eingebettet zwischen Jurakette und Seeland, ist nicht nur landschaftlich reizvoll – er bietet auch ideale Bedingungen für eine besondere Angeltechnik: das pelagische Angeln. Wer sich auf das Abenteuer im Freiwasser einlässt, hat gute Chancen auf kapitale Räuber wie Zander, Hecht und vereinzelt sogar Seeforellen.
Was bedeutet „pelagisch“?
Pelagisch bedeutet, dass die Fische nicht am Grund oder in Ufernähe geangelt werden, sondern frei im offenen Wasser. Hier jagen sie ihre Beute – meist Schwärme von Felchen oder Jungfischen – und lassen sich mit klassischen Methoden kaum fassen. Das macht das Angeln im Freiwasser besonders spannend, aber auch anspruchsvoll.

Voraussetzungen am Bielersee
Der Bielersee ist bis zu 74 Meter tief und beherbergt große Schwärme von Weißfischen. Diese ziehen Raubfische ins Freiwasser. Moderne Technik wie Echolote und Livescope-Systeme sind fast unverzichtbar, um einzelne Räuber im offenen Wasser gezielt aufzuspüren. Es sei denn, er kennt den See so gut, dass er die Räuber auch ohne Bildschirm findet.
Ausrüstung & Technik
Boot: Ein stabiles Boot ist Pflicht – am besten mit Elektromotor, um lautlos manövrieren zu können.
Rute & Rolle: Leichte, sensible Spinnruten mit kräftigem Rückgrat, dazu geflochtene Schnur für direkten Kontakt.
Köder: Gummifische mit schlankem Körperbau haben sich bewährt. Je nach Fischart zwischen 10 und 20 cm Länge. Wichtig ist eine natürliche Farbgebung, die den Beutefischen im Bielersee entspricht.
Echolot/Livescope: Unerlässlich, um Fischbewegungen in Echtzeit zu verfolgen.
Die Technik ist hochpräzise: Man fährt den Räuber gezielt an, wirft den Köder „auf Sicht“ und präsentiert ihn direkt in der Tiefe, in der sich der Fisch aufhält. Hier entscheidet oft der erste Eindruck, ob der Räuber zupackt oder abdreht.
Zielfische
Zander: Besonders spannend, da sie im Bielersee zunehmend pelagisch jagen.
Hechte: Nicht selten in kapitalen Größen.
Seeforellen: Selten, aber ein absoluter Traumfisch.


Faszination & Herausforderung
Pelagisches Angeln am Bielersee ist nichts für Ungeduldige. Man verbringt viel Zeit damit, einzelne Fische zu suchen und anzufahren. Doch wenn der Köder auf dem Echolot verschwindet und Sekunden später die Rute krumm geht, weiß man, warum sich die Mühe lohnt. Es ist die Kombination aus modernster Technik, Taktik und einem Hauch Jagdfieber, die diese Angelmethode so einzigartig macht.
Respekt vor dem See
Der Bielersee kann bei Wind schnell ungemütlich werden. Sicherheit geht vor – Schwimmwesten, Wetterbeobachtung und verantwortungsbewusstes Verhalten sind Pflicht. Außerdem gilt: Schonzeiten und Fangmindestmaße unbedingt beachten, um den Fischbestand zu schonen.




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